Leitfähigkeitsregelung

Bei zahlreichen Aufgabenstellungen muss die SOLL-Konzentration eines chemischen Produktes in einem Ausgangs- oder Mischprodukt trotz verschiedener Störgrößeneinflüsse eingehalten werden. Dies ist zum Beispiel in gewerblichen Spülmaschinen zwingend erforderlich: Bei zu geringer Konzentration des Reinigerproduktes beim Waschen von Geschirr etwa werden die Hygienevorschriften nicht erfüllt. Bei zu hoher Konzentration ist der Produktverbrauch zu hoch, so dass die Anlage unwirtschaftlich betrieben wird oder bestimmte Geschirranteile wie Kunststoff- und Metallgeschirr sogar in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Hier sind Leitfähigkeitsregler erste Wahl. Ein konduktiver oder induktiver Leitfähigkeitssensor misst kontinuierlich die elektrische Leitfähigkeit in der Waschflotte. Da die üblichen Geschirrspülmittel aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung hohe Leitwertanteile besitzen, ist die (messbare) elektrische Leitfähigkeit ein Maß für die Konzentration des Reinigungsmittels im Spülwasser. Sinkt die Konzentration des Reinigungsmittels durch Schmutzeintrag mit dem Geschirr oder durch das Nachspülwasser, so sinkt auch die am Leitfähigkeitssensor messbare elektrische Leitfähigkeit in der Waschflotte. Der Leitfähigkeitsregler erkennt dies und initiiert eine Dosierung von Reiniger, so dass die Konzentration des Reinigers wieder den SOLL-Wert erreicht.

Ein komplettes Leitfähigkeitsregelsystem besteht aus einem Leitfähigkeitssensor, einem Leitfähigkeitsregler und einer ansteuerbaren Fördereinrichtung (z.B. Schlauchpumpe, Magnetventil) für das elektrisch leitfähige Produkt. Speziell für den Bereich gewerbliches Spülen umfasst das SAIER-Produktspektrum auch automatische Spülmitteldosiergeräte, die aus Regler und integrierter Dosierpumpe bestehen.