Leitfähigkeitssensoren

Bei der Leitfähigkeitsregelung von Spül- und Waschanlagen oder bei Absalzprozessen werden heute zwei verschiedene Meßmethoden eingesetzt:

Bei konduktiven Leitfähigkeitssensoren fließt ein Meßstrom über die Elektrodenoberflächen durch die Waschflotte, so dass die Leitfähigkeit (Leitwert) der Waschlauge direkt gemessen werden kann. Dem Vorteil der preisgünstigen Realisierbarkeit steht der Nachteil gegenüber, dass die Leitfähigkeitsmessung bei verschmutzten Elektrodenoberflächen („Übergangswiderstand“) falsche Ergebnisse liefert. Dadurch stellt der Regler die Konzentration in der Waschflotte mit zunehmender Sensorverschmutzung immer höher ein. Beschwerden über einen zu hohen Spülmittelverbrauch sind dann die Folge. Der Praktiker weiß aus langjähriger Erfahrung, dass insbesondere die Probleme mit speziellen Spülanlagen, die zu Verkalkung und Belagbildung neigen und vom Anlagenbetreiber nur spärlich gewartet bzw. gesäubert werden, mit dem konduktiven Meßprinzip einfach nicht „in den Griff“ zu bekommen sind.

Bei induktiven Leitfähigkeitssensoren wird die Leitfähigkeitsmessung anhand eines induzierten Stromes realisiert, der als geschlossene Stromschleife ausschließlich in der Waschlauge fließt. Die induktiven Sensoren sind konstruktiv so ausgelegt, dass die induzierte Stromschleife durch eine große Bohrung des Sensors hindurch geführt wird. Die Leitfähigkeitsmessung ergibt daher fast unabhängig von der Verschmutzung des Sensors einen Wert, der genau der Leitfähigkeit bzw.  Konzentration der Waschlauge entspricht. Die Regelung bleibt immer stabil und der Spülmittelverbrauch richtet sich nur nach der Verschmutzung des Spülgutes. Kalkbeläge oder ölige bzw. fettige Ablagerungen auf der Sensoroberfläche ("Sensorverschmutzung") spielen keine Rolle. Daher stellen auch die problematischen Anwendungen mit induktiven Leitfähigkeitssensoren kein Problem mehr dar.

Die Leitfähigkeitsregelung mit induktiven Sensoren stellt eindeutig das technisch und physikalisch überlegenere Prinzip dar. Der großflächige Einsatz dieser Technologie scheiterte in der Vergangenheit im Wesentlichen daran, dass induktive Meßsensoren überwiegend nur für Labor-Messgeräte in geringen Stückzahlen gefertigt wurden. Mit modernen Fertigungsmethoden sind diese aber inzwischen wirtschaftlich und "in Stückzahlen" herstellbar. Dadurch wird sich das induktive Meßprinzip in Zukunft auch in den Bereichen gewerbliches Spülen, Wasseraufbereitung und Lebensmitteltechnologie immer mehr etablieren. Bereits heute schon sind viele Kisten- und Flaschenwaschmaschinen mit dieser Technologie ausgestattet und durch die immer wichtigeren Hygieneanforderungen beim Geschirrspülen sind auch im Geschirrbereich immer öfters induktive Leitfähigkeitssensoren zu finden.

Für spezielle Aufgabenstellungen in der Wasseraufbereitung werden induktive Leitfähigkeitssensoren oft in Verbindung mit Durchflußarmaturen eingesetzt; entweder direkt im Wasserdurchlauf oder aber in einem Bypass. Falls doch einmal ein Problem mit einem Sensor auftreten sollte, kann durch die in diesem Bereich verwendeten Milchrohr-Verschraubungen der Sensor problemlos herausgenommen, gesäubert und gegebenenfalls ersetzt werden, ohne daß es zu einem teuren Anlagen-Stillstand kommt. SAIER produziert aber auch einen induktiven Leitfähigkeits-Durchflusssensor ILFD, der direkt in Wasserleitungen (1/2") montiert werden kann und so die Durchflussarmatur einspart. Diese Sensoren zielen speziell auf die Anlagentechnik, große Meerwasseraquarien, etc.

Im SAIER-Produktspektrum finden sich verschiedene Varianten von induktiven Leitfähigkeitssensoren: Die induktiven Leitfähigkeitssensoren ILFS 02 (Steckervariante, Frequenzmodus) und ILFS 02-AK (eingegossenes Kabel, Datenmodus) sind aktive Sensoren, das heißt die Meßwertaufbereitung und Signalverarbeitung geschieht direkt im Sensor und der Meßwert wird störungsunempfindlich über das Sensorkabel geschickt - entweder als Frequenz oder als Datenpaket.

Die aktiven induktiven Leitfähigkeitssensoren ILFS 02 mit Frequenzausgang (Frequenzmodus) sind zum Anschluss an den Leitfähigkeitsregler ELFR 2125 mcs, an die Dosiergeräte Concept 2105 mcs, Concept 2205 mcs, Concept 2106 mcs und DSP 9805-II, so wie an die Kompaktdosieranlagen DSPset 9802-II und DSPset 9803 geeignet. Die aktiven induktiven Leitfähigkeitssensoren mit Datenausgang (Datenmodus) sind geeignet für die Dosiersets DSPset 2602, den Dosiercomputer DC 2418 und die leitfähigkeitsgeregelte Pumpe Concept 2117mcd. Ein induktiver Leitfähigkeitssensor in (elektrisch) passiver Variante ist der ILFS 01 mit integriertem Temperatursensor und verschiedenen Kabellängen für den Dosiercomputer DC 2018, der durch den Dosiercomputer DC 2418 abgelöst wurde. Alle induktiven Sensortypen überstreichen den Leitfähigkeitsmessbereich zwischen ca. 1 und 150 mS/cm. Das Übersichtsprospekt "Übersicht über Geräte zur induktiven Leitfähigkeitsregelung" (PDF) zeigt die Kombinationsmöglichkeiten von Sensoren, Leitfähigkeitsreglern und Dosierpumpen.

   
 
Kein Bild vorhanden ILFD 02T

Leitwert-Meßelektrode

ILFS 01-05

Leitwert-Meßelektrode

ILFS 01-10

Leitwert-Meßelektrode

ILFS 01-15

Leitwert-Meßelektrode

ILFS 01-20

Leitwert-Meßelektrode

ILFS 02

Leitwert-Meßelektrode

Kein Bild vorhanden ILFS-Monitor mit USB-Anschluss

Elektronisches Überwachungsgerät